Kodex und Regeln

Für Ju Jitsuka gelten – genau wie für andere Budoka auch – strenge Höflichkeitsregeln (Reishiki) und Regeln für Übung der Kampfkünste (Dojokun), die einerseits den groben Ablauf und andererseits bestimmte Details des Trainings festlegen. So ist es z. B. üblich, vor Betreten und Verlassen der Übungshalle (Dojo), am Eingang das Shomen des Dojo und die darin Versammelten mit einer Verbeugung im Stand (Ritsurei) zu begrüssen Auch beginnt und endet jedes Training, jede Übung und jede Kata mit einem Gruss (jap. Rei).

Der Beginn und das Ende jedes Ju-Jitsu-Trainings werden mit einer gemeinsamen Grusszeremonie und kurzer Meditation (Mokuso) begangen. SchülerInnen und MeisterInnen verneigen sich dabei in Respekt vor einander und den alten Meistern (im Geiste, repräsentiert an der Stirnseite, dem Shomen des Dojo), lösen sich während der Meditation gedanklich von der Alltagsroutine und bereiten sich auf das Training vor.

Trotz moderner und sportlicher Gesichtspunkte des heutigen Trainings (z.B. Fitness- oder Wettkampftraining), lässt die Meditation auf die Herkunft des Jiu Jitsu als Weglehre (Do) schliessen.