Judotechniken
Die Judo-Techniken lassen sich grob in vier Grundtypen einteilen:
- Nage Waza – Wurftechniken
- Ukemi Waza – Falltechnik
- Katame/ Ne Waza – Bodentechniken
- Atemi Waza – Schlagtechniken (Nur in Kata)
Wurftechniken (Nage-waza)
Wurftechniken werden angewandt, um den Partner vom Stand in die Bodenlage zu bringen. Es existiert eine Vielzahl von Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen.
Falltechniken (Ukemi-waza)
Um sich Sicherheit und Vertrauen aufzubauen, ist die Falltechnik die wichtigste Grundlage in der Anfängerausbildung. Das hat auch eine positive Wirkung bei einem Sturz im Alltag. Das Fallen wird nach allen Seiten trainiert: Seitwärts (Yoko-ukemi; nach rechts und links), rückwärts (Ushiro-ukemi) und nach vorn (Mae-ukemi). Die Falltechnik vorwärts ist auch als „Judorolle“ bekannt. Träger höherer Gürtelgrade trainieren sie auch als Fall über ein Hindernis und dann als „freien Fall“ in der Luft.
Bodentechniken (Katame Waza bzw. Ne-Waza)
Osae-komi-waza (Festhaltetechniken) Mit Haltetechniken wird der geworfene Partner in der Rückenlage am Boden fixiert.
Man teilt die Haltetechniken in vier Gruppen ein: Kesa-gatame, Yoko-shiho-gatame, Kami-shiho-gatame und Tate-shiho-gatame. Jede Gruppe besteht aus einer Grundtechnik, welche durch zahlreiche Abarten ergänzt wird. Hinzu kommen die jeweils dazu gehörenden Befreiungstechniken.
In der Budo Schule Randokan werden die folgenden beiden Technik-Gruppen erst für Fortgeschrittene unterrichtet.
- Kansetsu-waza (Hebeltechniken)
Hebeltechniken werden im Judo nur auf den Ellenbogen angewandt, wobei kontrollierter Druck auf das Gelenk aufgebracht und der Partner zugleich fixiert wird. Die Bewegung entgegen der anatomisch vorgesehenen - Shime-waza (Würgetechniken)
Wie beim Hebeln ist es Ziel des Würgen den Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Beim Würgen können Halsschlagadern und Halsvorderseite angegriffen werden. Direkte Angriffe auf den Kehlkopf sind ebenso verboten wie der Einsatz des eigenen oder gegnerischen Gürtels.

